Die verborgenen Gärten der Donau

Die Donau – ein Mythos! Der Fluss ist mit 2.888 km Länge der zweitgrößte Strom Europas. Auf der langen Reise von ihrem Ursprung im bayerischen Schwarzwald zu ihrer Mündung im Schwarzen Meer durchquert sie 10 Länder und wundervolle Landschaften. Einige dieser Naturräume sind so einzigartig, dass sie zu Nationalparks erklärt wurden. Seit jeher dient die Donau auch als Grenzfluss, Reiseroute, Handelsweg, Heerstraße, … – das macht sie zum Bindeglied zwischen Kulturen. Die unglaublichen Natur- und Kulturschätze entlang des Donaustromes, ihre weltbedeutende Historie und nicht zuletzt ihre blühende Sagenwelt begründen ihren strahlkräftigen Mythos.

Auf dieser Gartenroute begeben wir uns auf die Spuren der Schönheit der Natur und der zahlreichen Gärten entlang der Donau: ihre urigen Naturjuwele, historische Prachtgärten, zeitgenössische Themengärten, private Hausgärten, … Jeder dieser Gärten ist ein Erlebnis für sich und eröffnet neue Blickperspektiven. Schnell wird dabei deutlich, dass sich in diesen Gärten die Natur und die Kultur kunstvoll vereinen. Viel Spaß beim Entdecken!

Besondere Gärten entlang der Donau

Die sieben Gartenterrassen von Schloss Hof

Schloss Hof – ein lebendiger Zeitzeuge des Barock! Österreichs größte Schlossanlage auf dem Lande erstreckt sich über fünfzig Hektar im östlichen Marchfeld. Prinz Eugen von Savoyen, einer der reichsten Männer seiner Zeit, ließ einst das prachtvolle Schloss errichten, den kunstvollen Garten mit seinen sieben Terrassen anlegen und den angrenzenden Meierhof stilistisch adaptieren. Ein barockes Gesamtkunstwerk mit internationaler Strahlkraft entstand. Kein Wunder, dass es später das habsburgische Kaiserhaus zu seinem sommerlichen Landsitz erwählte.

Heute begeistert das imperiale Prachtensemble mit jährlichen Sonderausstellungen zum Thema “Barock”. Ein Geheimtipp ist die Gartenanlage, die Einblick in barocke Gartengeheimnisse bietet und der Meierhof, der zeigt, wie einst das Schloss versorgt wurde.

Schloss Hof und seine Gärten

Der Fluss

Die Donau ist mit 2.888 km Länge der zweitgrößte Strom Europas. Sie entspringt im bayerischen Schwarzwald und mündet schließlich ins Schwarz Meer. Auf dieser langen Reise durchfließt sie zehn Länder, drei Millionenstädte, sechs unterschiedliche Gebirge und erhält Wasser von mehr als 20 großen Zuflüssen.

 

Anfang und Ende

Die Donau hat übrigens keine eindeutige Quelle, sondern entsteht durch den Zusammenfluss von Brigach und Breg. Sie endet auch uneins, so wie sie begonnen hat. Ihre Mündung in das Schwarze Meer erfolgt durch das zweitgrößte Flussdelta Europas – mit einer Fläche von rund 5.700 km²!

 

Ein Fluss mit Gliederung

Aufgrund der Länge der Donau wird diese wie folgt gegliedert:

– Obere Donau (Vom Ursprung bis zur Hainburger Pforte)

– Mittlere Donau (Von der Hainburger Pforte bis zum Eisernen Tor)

– Untere Donau (Vom Eisernen Tor bis zur Mündung)

 

Die Donau in der Antike

Die Donau spielte bereits im antiken Griechenland eine bedeutende Rolle, wurde doch ihr Unterlauf vom Schwarzen Meer bis hinauf zum Eisernen Tor stark befahren. Die Katerakte des Eisernen Tores stellten allerdings ein so großes Schifffahrtshindernis dar, dass der Fluss­verlauf oberhalb davon für lange Zeit unklar blieb. Der griechische Geschichts­schreiber Herodot bezeichnet die Donau übrigens als Istros und hält sie für den größten Fluss der Erde. Die Römer brachten schließlich Klarheit über den Oberlauf. Sie erkannten auch, dass es sich beim Danubius und dem Istros um ein und denselben Fluss handelt.

 

Die Donau als Wasserstraße

Die Donau ist heute eine der wichtigsten Wasserstraßen Europas! Dabei sind 2.415 Flusskilometer für den internationalen Güter­verkehr schiffbar: von Kelheim (Deutsch­land) bis Sulina (Rumänien) an der Mündung ins Schwarze Meer. Im Jahr 1992 wurde zudem mit dem 171 km langen Main-Donau-Kanal eine Verbindung zwischen dem Rhein-Main-Strom­system und der Donau ge­schaffen – damit entstand eine 3.504 km lange Wasserstraße zwischen Nordsee und dem Schwarzen Meer!