Der Zen Garten – Highlight der japanischen Gartenkunst

Der Zen Garten ist ein Ort der Besinnlichkeit, der Meditation und Konzentration. Der Garten ist ein Steingarten im Kare-San-Sui Stil, der sich auf die einfache und idealisierte Nachbildung der Natur konzentriert. Wellen im Sand stehen für Wasser, Felsenformationen und Steine sind Symbol für Gebirge und Hügel, Moos steht für das Alter – ein in Japan überaus ehrvoller Zustand. Der Zen-Garten kann Bestandteil eines Japanischen Gartens sein oder auch für sich alleine stehen. Das Konzept des Gartens stammt von dem Japanischen Garten und besteht in erster Linie aus Steinen. Die Natur wird mit Sand, größeren Felsen und Steinen nachgebildet. Es werden speziell Gebirge und Wasserflächen nachgebildet und oftmals wird vollkommen auf Bäume, Blumen und Pflanzen verzichtet. Einzig Moss wird im Zen Garten verwendet, wenn auch nur in Maßen.
Der Zen-Garten diente ursprünglich der Meditation und wird bereits seit Jahrhunderten von Mönchen genutzt um Ordnung und Klarheit in den Geist zu bringen. Durch die einfache Arbeit die in den Gärten verrichtet wird kann die Meditation unterstützt, und die Kreativität und Konzentration gefördert werden. Der Garten steht symbolisch für den idealen menschlichen Geisteszustand: ruhig, diszipliniert und geordnet. Der Zen Garten ist ein schlichter Garten, der aber dennoch nicht eintönig wirkt. Das Fehlen von Symmetrie und geraden Zahlen macht den Garten spannend. Ungleichmäßige skurrile Felsformationen, wellenförmig geharkter Kies, glatte Kies- und Sandflächen bieten ruhige Abwechslung.

Camera IconDer Zen Garten - Idealisierte Nachbildung der Natur

Elemente des Zen Gartens

  • Linienmuster – Die einzelnen Formen im Kies symbolisieren verschiedene Zustände die es zu erreichen gilt: Spiralen symbolisieren je nach Richtung Energieverstärkung, Wellenlinien kennzeichnen eine schnelle Veränderung, Glätte soll beruhigend wirken. Die Linien werden mit einem Holzrechen gezogen und sollen möglichst keinen Anfang oder Ende erkennbar machen. Idealerweise sind die Muster so angelegt dass die Linien ineinander übergehen.
  • Steine – bei der Anordnung soll es keine Symmetrie oder geometrische Muster geben. Meist werden 5 oder 7 Steine zu einer Steingruppe zusammen platziert.
  • Moos – steht für das Alter und die Weisheit und ist zumeist die einzige Wuchsform die verwendet wird.
  • Bäume – symbolisieren durch ihr Wachstum das Leben.

Charakteristik des Zen Gartens

  • Anordnung der Felsen findet in keinerlei Geometrie statt
  • keinerlei Vorkommen von geraden Zahlen – Anzahl der Felsen etc. ist ungerade
  • Bevorzugung der Zahlen 5, 7 und 11
  • Unterschiedliche Größen der Felsbrocken
  • Gruppenbildung der Steine
  • Den Gegenpol zu den Gruppenbildungen der Steine bilden wenige einzelne Felsen
  • Muster in Kies und Sand