Der Knotengarten - eine Besonderheit

Knotenbeete sind ein spektakuläres Gestaltungselement, ein besonderer Blickfang, der ein stimmungsvolles Gartenbild schafft. Meist mit dem immergrünen Buchsbaum gestaltet sorgt ein Knotengarten über alle Jahreszeiten hinweg für ein besonderes Gartenbild, und ist somit auch ein Blickfang wenn der übrige Garten im Winterschlaf unter einer Schneedecke versinkt.

Der Knotengarten ist ein raffiniertes Gartenelement, das kunstvoll das Bild eines komplexen, aber doch lockeren Knotens zaubert. Die Miniaturhecken sehen scheinbar verschlungen aus, und durch das Unter- und Übereinander der Hecken erwecken die Windungen und Verflechtungen einen verknoteten Eindruck. Am Wirkungsvollsten werden die Knotengärten präsentiert wenn ein Standort gewählt ist in dem eine Draufsicht auf den Garten möglich ist.

Camera IconImpressionen aus Europas Knotengärten

Die Anfänge liegen in der Renaissance

Die Grundidee des Knotengartens wurde bereits in der Renaissance geboren. In den damals vor den Gebäuden angelegten Parterres wurden die ersten Knotengärten angelegt, die Flecht- und Schachbrettmuster und Knotenornamente sind typisch für Beete aus dieser Epoche. In England wurden die Knotengärten vor ca. 35 Jahren von Rosemary Verey wiederentdeckt und wieder zum Leben erweckt. Ihr Stil unterschied sich jedoch von den historischen Gärten durch unterschiedlich geschnittene Höhen der Pflanzen – dadurch wirken die Knoten plastischer und die Illusion des perfekten Knotens ist gegeben. Der Knotengarten erfreut sich in ganz Europa großer Beliebtheit.

Der Knotengarten in Europa

Knotengärten sind auf der gesamten Welt vertreten. In England sind die meisten Gärten zu finden. Englische Siedler legten auf der ganzen Welt Knotengärten an, und brachten somit ein Stück Heimat in ihr neues Zuhause – so verbreitete sich der Knotengarten auf der ganze Welt. Vor ca. 35 Jahren wurden die Knotengärten durch die „Mutter des modernen Rosengartens“ Rosemary Verey neue belebt und erlebten eine neue Hochzeit.

Einteilung der Knotengärten

Man unterscheidet 3 Arten von Knotengärten, bzw. Knoten. Diese sind als Einteilung für Gärten auf der ganzen Welt anwendbar.

Offene Knoten

Sind die Klassiker, bei denen sich alles auf die Schönheit der Knotenstruktur konzentriert. Die Beete sind schlicht gehalten und bestehen nur aus Hecken und (teilweise farbiger) Kiesfläche. Somit ist gewährleistet dass es keinerlei Ablenkung gibt. Diese Knoten verkörpern Harmonie und Strenge und strahlen Ruhe aus.

Offene Knotengärten in Europa:

  • Antony House (GB)
  • Bourton House (GB)
  • Kurort Schlangenbad im Taunus (DE)
  • Schloss Chateau de Losse (FR)
  • Sudely Castle (GB)
  • Trott´s knott (NZ)

Sonderknoten

Kommen meist nur in klimatisch begünstigten Gebieten vor, da hier wäreme empfindliche Pflanzen verwendet werden. Die Bepflanzung wird nicht wie üblich mit Buchsbäumen durchgeführt, sondern mit einer außergewöhnlichen Auswahl an Pflanzen. Meist werden für diese Knoten mediterrane Halbsträucher verwendet. Die Gärten zeichnen sich durch eine sensationelle Farbenpracht aus.

Sonderknotengärten in Europa:

  • Loire Schlösser (FR)

Geschlossene Knoten

Sind in den Zwischenräumen der Knoten mit weiteren Pflanzen versehen. Dadurch sind die Knoten bunter und bringen Abwechslung durch die unterschiedlichen Färbungen der Pflanzen in den Jahreszeiten.

Geschlossene Knotengärten in Europa:

  • Abbey House (GB)
  • Grafschaft Suffolk (GB)
  • Museum of Garden History, London (GB)