Bäume – Spiegel Deiner Seele – Die Eiche

Die Eiche. Ein Baum wie „gemauert in der Erden“. Impulsgeber für viel Lyrik voller Pathos. Mit Blättern und Früchten, die jedes Kind kennt – oder?

Die Eiche – der „Fels“ unter den Bäumen

Nach der „weiblichen“ Linde haben wir es hier mit einem Baum zu tun mit ausgesprochen „männlichen“ Eigenschaften, auch genannt der „König der Bäume“:
Oft eigenwillig bis skurril, meist weit ausladend gewachsen. Mit einem Stamm, der sich gern in bereits geringer Höhe teilt, was die kraftvolle Optik verstärkt und zum Klettern einlädt. Dafür schenkt sich der Eichenbaum in jedem Frühjahr souverän die Zeit, häufig als letzter unter seinen BaumkollegInnen auszutreiben – mögliche späte Frostnächte dadurch geschickt umgehend.
Die Eiche ist ein „männlicher“ Baum, mit zugleich „mütterlichen“ Eigenschaften: durch die reichhaltigen Eicheln ist er äußerst spendabel zu einer Vielzahl von den Früchten lebenden Tieren – allein bis zu 500 Arten von Spinnen und Insekten –  müssten sie doch andere Früchte wie z.B. die Bucheckern oder Kastanien erst „knacken“ und gar Stacheln überwinden!

  • “König der Bäume”
  • Kraftvolle Optik, kräftiger und knorriger Stamm mit dicht verzweigten Ästen
  • Im Baumkreis gilt die Eiche als Baum der Stärke
  • Die Krone des Baumes verändert sich mit den Jahren (zuerst oval, später rund)
  • Eichenholz gilt als stabilstes und langlebigstes Bauholz
  • Vorliebe für Standorte an unterirdischen Wasseradern
  • Einige Eichenarten können sehr alt werden (bis zu 1000 Jahre)

 

Die Eiche – „Heiler“ und alter!-neuer? Kaffee-Ersatz

Es ist scheint fast „logisch“, dass die Eiche in der Bachblütentherapie für seelische Standfestigkeit und Ausdauer steht: „Oak“! Und auch direkt verarbeitet können Rinde & Eichelfrüchte so einiges bewirken: so gerb-sauer schon das Holz beim Einschnitt riecht soviel wertvolle Gerbsäure enthalten seine Einzelteile. Das macht nicht nur das Holz an sich „haltbarer“ sondern auch uns: Die Rinde mit Wasser aufgekocht und ziehen gelassen wirkt entzündungshemmend, zusammenziehend, stopfend bis blutungsstillend … z. B. 2 Tassen Tee maximal (!) pro Tag bei Magen-Darm-Beschwerden, für den gesunden Mundraum gegurgelt oder zum Wohle der unteren Körperbereiche auch als Sitzbad genossen. Wer ein historisches Geschmackserlebnis erleben möchte mahle die getrockneten Eicheln und nehme sie als Mehl-Zusatz (würzig-nussig!) oder Kaffee-Ersatz. Möglicherweise ein neuer Gesundheits-Trend auch in reichen Zeiten? Tipp: die geschälten und zerkleinerten Eichel-Früchte vorher gut entbittern durch mehrtägiges Stehenlassen in Wasser, welches mehrmals gewechselt werden sollte bis die Eicheln „hell“ strahlen.

Haben Eichen die Ewigkeit erfunden?!

Das Holz –gut getrocknet– gilt als eines der stabilsten und langlebigsten Bauhölzer überhaupt. Diese triumphale Eigenschaft führte das Eichenholz sogar bis unter die Wasseroberfläche z.B. für Pfahlbauten und andere Konstruktionen, gut erkennbar durch die schwarze Außenfärbung im Laufe der Zeit …!
Durch die überaus dicke Rinde sind Eichen (Steineiche: Quercus ilex, Stil- (Quercus robur), Traubeneiche (Quercus petraea) oder auch die Zerreiche (Quercus cerris) tatsächlich gut vor Hitze und zum gewissen Grad sogar vor Waldbränden geschützt! Das Überstehen der Zeiten und Naturkatastrophen hat diesem Baum die Ehre gebracht in Überlieferungen den Himmels- & Donnergöttern Zeus, Thor und der keltischen Taranis als heilig zu gelten. Ebenso wie der nährenden Erdgöttin, die keltische Ceridwen. In manchen „christlichen“ Feiern gibt Eichenholz auch heute noch den „Julscheit“, den Holzblock für das Mittwinterfeuer als Tor zwischen den Jahren.
Ewigkeit ist jedoch auch wieder relativ: Anfällig sind Eichen bei Blitzschlag aufgrund ihrer Vorliebe für Standorte an unterirdischen Wasseradern. Auch wenn diese „Baumfelsen“ also zu den Buchengewächsen gehören, hören wir besser weiterhin auf die traditionelle Gewitter-Schutzrezeptur und … weichen vor Eichen!

Es felt kein Eych von einem Streych!
– von einem frühen, unbekannten Verfasser, als Alternative zum variantenreich zitierten Bild der stolzen Eiche und der sich reibenden Wildsau 

Achtsamkeit - durch einen völlig neuen Blick auf die Natur!

Beständige Standfestigkeit – von der Eiche „abzuschau´n”

Bewusst.Sein. in der Natur … und dabei achtsam werden

Bewusste und achtsame Übungen zur Selbstreflexion sind bereits in kurzer Zeit machbar, klingen leicht und sind es auch.
 So werden an dieser Stelle immer zum jeweiligen Baum passende Sinneserfahrungen weitergegeben: wenn Sie sich für einen Moment auf die Fragestellung einlassen, können Sie überraschende Momente der spontanen Einblicke in sich selbst erhalten. „Natur Feedback“ par excellence. Wie ticken wir? Genau so!

Die Natur Feedback Übung

Standfestigkeit – von der Eiche „abzuschau´n“

Durch den von unten her sich ausbreitenden Wuchs haben Eichen schon von sich aus das Rüstzeug zum „Naturdenkmal“. Ein Idealbaum, fast eine Ikone. Lassen Sie vor allem „Ihre Eiche“ erst einmal aus der Ferne in voller Größe wirken. Mit Zeit. Der Baum vor Ihnen ist vielleicht 300, 500 oder mehr Jahre alt (wobei in beschleunigender Weise immer wieder gern bereits 600 Jahre alte Eichen zu „Tausendjährigen“ betitelt wurden und werden!). Dennoch empfinden Sie vielleicht so etwas wie … Respekt? Diese Haltung wäre ungefähr angemessen, um sich dem „Baumkönig“ nun zu nähern, um schließlich mit dem Rücken am Stamm zu stehen. Die Vorstellung, ein wenig von dieser immensen gewachsenen Kraft und Stärke in das eigene Leben zu übertragen, ist eine gute! Affirmation: „Hier stehe ich. Im Hier & Jetzt!“ Vielleicht assimilieren Sie gleich eine zweite Eigenschaft der Eiche: das großzügige Geben können?!
Wohl bekomme es. 

Freuen Sie sich auf unseren nächsten Baum-Protagonisten!
Die Zypresse – das immergrüne Freiheitszeichen zwischen Friedhofsbegrünung und Urlaubslandschaften


Blogbeitrag von Sabine Schulz – Sabine Schulz Kommunikation

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