Räuchern mit heimischen Kräutern

Unser Kräuterexperten-Tipp für die Adventzeit: Räuchern

Die Geschichte des Räuchern

Räuchern hat eine jahrhundertalte Tradition. Geräuchert wurde zu den Jahreskreisfesten und zu besonderen Ereignissen wie Tod, Hochzeit oder Geburt. Sinn des Räuchern war es Haus und Hof zu reinigen von allem Bösen zu befreien, Krankheiten zu verbannen, vor schlechtem Wetter zu schützen, negative Energien zu beseiten und neue Energie zu erhalten. Das Räuchern hat auch entspannende Wirkung auf die Seele. Der Duft von Harzen, Hölzern und Pflanzen dringt tief in das limbische System des Gehirns und wirkt vielfältig auf unsere Gefühle und unser Unterbewusstsein ein. Mit dem Räuchern schafft man sich seine eigene Welt und entflieht dem Alltag. Eine besondere Bedeutung hat das Räuchern in den Raunächten. Diesem Ritual aus vorchristlicher Zeit wird heute kaum noch Beachtung geschenkt. Seinerzeit wurde traditionell am Heiligen Abend, an Silvester und am Vorabend des Heiligen-Drei-König-Tages am 6.Jänner geräuchert.

Kräutersegen aus dem 11. Jahrhundert

Erinnerst Du Dich ,Beifuß, was du verkündest?
Was du anordnest in feierlicher Kundgebung
Una heißt du, das älteste der Kräuter.
Du hast macht gegen drei und gegen dreißig
Du hast Macht gegen Gift und gegen Ansteckung
Du hast Macht gegen das Übel
Das über das Land dahinfährt“

 

Räuchern richtig gemacht

Die Räucherkohle wird seitlich über der Flamme angezündet und in eine Räucherschale gelegt, die mit feinem Sand gefüllt ist. Erst wenn die Kohle richtig glüht wird das Räucherwerk behutsam darauf gestreut. Nun entwickelt sich der Rauch, in dem die ätherischen Öle des Räucherwerks frei werden und der Duft sich im Raum verteilt. Mit einer kleinen Feder kann man die zarten Rauchfahnen zusätzlich verteilen.

Räuchermischung

Bei der Mischung entscheidet immer der Zweck der Räucherung.

Eine gute Räuchermischung die beruhigt und entspannt, wirkungsvoll gegen Krankheiten ist und Kraft gibt ist eine Mischung aus Zitronenmelisse, Zitronenverbene, Lavendel, Alant, Salbei, Rosmarin und Weihrauch.

Autor

Eckart Mandler - „Der Kräuterdorf-Experte“