Rharbarber – ein Gemüse das sich als Obst tarnt!

Das fruchtigste Gemüse der Welt hat jetzt Saison! Es war noch nie so einfach Kindern (oder gemüseverweigernden Mitmenschen) Gemüse "unterzumischen"!

Rharbarber

Gemüse und kein Obst – wer hätte das gedacht?!

Die Saison hat begonnen und jetzt ist wieder Rhabarberzeit. Doch haben Sie gewusst dass es sich beim Rhabarber um Gemüse handelt? Dieses Gemüse schmeckt wie Obst!  Es wird auch so zubereitet und besonders gern für die Obst-typische Herstellung von Kompott, Rhabarberkuchen und Marmelade verwendet. Da die Saison kurz ist (April – Juni) sollte man jetzt mit der Suche nach Rezepten beginnen. Wir stellen Ihnen weiter unten ein klassisches Gleichschwer-Rezept für einen Kuchen vor. Diesen kann man für jeden Kuchen mit Obst (in diesem Fall Gemüse) verwenden. Einfach das Obst austauschen, der Teig bleibt immer gleich.

Tipps für Anpflanzung und Ernte

Falls Sie dieses Jahr noch keinen eigenen Rhabarber im Garten haben und diesen mögen sollten Sie sich die Anpflanzung im eigenen Garten überlegen. Die ideale Pflanzzeit für das Gemüse ist im Herbst (Oktober), eine Anpflanzung im Frühjahr (März / April) ist jedoch ebenfalls möglich. Die Pflanze selbst ist genügsam und pflegeleicht. Sie benötigt lediglich viel Wasser und einen sonnigen Standort. Rhabarber kann einfach mittels teilen vermehrt werden.Unser Tipp für die Ernte: reif ist der Rhabarber wenn die Stängel nicht mehr gewellt sind, sondern sich geglättet haben. Schneiden Sie die Stängel nicht ab, sondern drehen Sie diese möglichst weit am Boden heraus. Vorsicht beim Verzehr von Rhabarber ist bei Kindern und alten Menschen geboten, da dieser calziumzehrend wirkt und auch bei Nieren- und Gallenkrankheiten nicht empfehlenswert ist. Rhabarber enthält Kalium, Phosphor und Eisen, sowie Vitamin C, Zitronen- und Oxalsäure.

Giftige Oxalsäure?

Besonders viel Oxalsäure befindet sich in den Blättern des Rhabarber, die nicht verzehrt werden sollten, da es bei einer größeren Menge dieser Säure zu Vergiftungserscheinungen kommen kann und unter Umständen sogar zu Nieren- oder Blasensteinen führen kann. Auch der Zahnschmelz wird angegriffen und aufgeraut, was sich nach dem Verzehr durch ein pelziges Gefühl auf den Zähnen bemerkbar macht. Unser Tipp: der Gehalt der Oxalsäure kann einfach durch kochen oder garen vermindert werden. Zudem schmeckt Rhabarber dann noch besser und ist viel bekömmlicher. Oder einfach mit Milchprodukten gemeinsam genießen. Dadurch wird die Wirkung der Oxalsäure ebenfalls gemindert. Nach dem Johannistag (24. Juni) sollten die Rhabarberstängel nicht mehr geerntet werden, da die Oxalsäure im Laufe des Sommers zunimmt. Auch roter Rhabarber enthält weniger Oxalsäure als die grüne Sorte und ist daher bekömmlicher und schmeckt milder.

Rharbarberkuchen

Rezept:

 

Eier trennen und Schnee schlagen. Die weiche Butter mit Zucker und Vanillezucker verrühren, nach und nach die Eigelb hinzufügen. Mehl und Backpulver unterrühren und anschließend den Schnee unterheben. Den Teig in eine Blechform füllen und je nach Geschmack mit mehr oder weniger Rhabarber belegen. Bei 175° ca 45 – 60 min. backen, bis der Teig durch und der Kuchen goldgelb ist.

Wir empfehlen bei dieser Menge Zucker einen flächendeckenden Belag von Rhabarberstängeln. Wird weniger verwendet wäre es empfehlenswert weniger Zucker zu verwenden, da der Kuchen ansonsten sehr süß wird.

Zutaten:

  • 200 g Zucker
  • 200 g Mehl
  • 200g Butter
  • 4 Eier
  • Backpulver
  • Je nach Geschmack 2-4 Rharbarberstängel (in Scheiben geschnitten)
  • Vanillezucker